DuisburgSchauinsland-Reisen-Arena

Mit dem Neubau der MSV-Arena verfügen die Duisburger über ein pikfeines Stadion, das mit Recht zu den Schmuckkästchen der Bundesliga gezählt wird. Auch die deutsche Nationalmannschaft fühlte sich hier schon wohl. Ganz anders erging es dem 2016 verstorbenen Schauspieler Götz George, der in der Rolle des TV-Schmuddel-Kommissars Horst Schimanski mal nackt im Anstoßkreis erwachte.

Es war eine Rolle, die „Schimi“ gewissermaßen auf den Leib geschneidert war. Schimanski ließ insgesamt weniger den Fußball-Fan raushängen. Das Drehbuch sah für den Schmuddel-Kommissar, der den Bekanntheitsgrad von Duisburg so wunderbar mit dem Vorzeige-Krimi „Tatort“ ansteigen ließ, allerdings durchaus vor, das MSV-Plakate im Bild zu sehen waren – und Schimanski alias Götz George an einem ganz besonderen Tatort ermittelten musste. In der Folge „Zweierlei Blut“ legte sich „Schimi“, dessen „Schimanski-Jacke“ inzwischen im Ruhrmuseum auf Zeche Zollverein zu sehen ist, 1984 mit Hooligans an. Bei einem Streit wurde Schimanski bewusstlos geschlagen und wachte schließlich splitterfasernackt im Anstoßkreis des Duisburger Stadions auf, als just in diesem Moment die Flutlichter angingen. Der Anführer der Jugendgang wurde übrigens gespielt von Dietmar Bär, dem späteren Kölner Tatort-Kommissar und bekennendem Fan von Borussia Dortmund.

Das ist nur eine von vielen Geschichten aus dem Duisburger Stadion, das bis 2005 und somit vor dem Umbau Wedau-Stadion hieß.. Bereits am 25. Juli 1926 wurde das Stadion gleichzeitig mit der angrenzenden Schwimmhalle und der Eisenbahn-Haltestelle Duisburg-Wedau eingeweiht. Schon zwei Jahre zuvor fand auf diesem Areal ein Länderspiel zwischen Deutschland und Italien (0:1) statt und 1933 kam es hier zum legendären 8:1-Erfolg über Belgien.

Regelmäßiger Besucher war später Ruhrbischof Franz Hengsbach, der die „Zebras“ gerne sah. Der Raum, in dem er in der Pause seinen Kaffee trank, hieß schon bald „Bischofszimmer“. Friedlich ging es dort nicht immer zu. So feuerte der verstorbene Ex-Präsident Dieter Fischdick in diesem Raum 1996 Trainer Hannes Bongartz.

Mit der Modernisierung wurde die Schauinsland-Reisen-Arena wieder zu einer der besten Adressen im deutschen Fußball mit VIP-Logen und weiterem Komfort. 31.500 Zuschauer passen rein und singen mit vorliebe den „Zebra-Twist“, die offizielle Hymne des MSV. Tipp: Stadionführung mit anschließendem Biergartenbesuch im benachbarten Seehaus.


Video

Schauinsland-Reisen-Arena
Margaretenstr. 5-7
47055 1

Routenplaner aufrufen
Mit freundlicher Unterstützung durch
KLXM Crossmedia
DFR NRW

Deutsche Fußball Route NRW - APP

Sie können diese Website auf Ihrem Homescreen ablegen und sie so noch einfacher und komortabler nutzen

Tappen Sie einfach auf Teilen und dann auf Homescreen ablegen”