OberhausenLVR-Industriemuseum

Abwechslungsreich geht es zu, wenn ehemalige Arbeiter im LVR-Industriemuseum (ehemals Rheinisches Industriemuseum) von ihren Betätigungsfelder an den großen Maschinen, die für die Besucher wieder in Betrieb genommen werden, berichten. Die Historie der Industriekultur ist auch immer eine Geschichte des Fußballs, der Einwanderer zusammenbrachte. Keineswegs zufällig befindet sich vor den Toren des LVR-Industriemuseum die Heimstätte des FC Sardegna Oberhausen, dessen Gründer sich einst aus Südeuropa kommend, in der Stahlschmiede Ruhrgebiet niederließen. Die Anfänge seiner Trainerlaufbahn beging Ex-Nationalspieler Hans-Günter Bruns übrigens bei den „Sarden“.

In Oberhausen sind sie heute stolz, dass es noch Verbindungen  zu anderen europäischen Industrie-Hochburgen in Frankreich und Großbritannien gibt. Diese stammen meist aus dem vergangenen Jahrhundert, als der Fußball just an jenen Stellen besonders populär wurde, an denen massiv unter und über Tage gearbeitet wurde. In Nordfrankreich war das nicht anders, ebenso wenig in England, wo die späteren Topklubs Manchester United und FC Liverpool in Industriestädten entstanden.

Im LVR-Industriemuseum wird die gesamte Bandbreite dieser Geschichte anschaulich erzählt. In der ehemaligen Walzhalle der Zinkfabrik Altenberg führen neun Ausstellungseinheiten durch die Welt des Eisens und der Montankonzerne. Die spannende Themenpalette reicht von der Entstehung der Eisen- und Stahlindustrie um die Mitte des 19. Jahrhunderts über die technischen Entwicklungen, Arbeitsbedingungen, politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen der Branche in Zeiten von Krieg und Frieden bis hin zum Strukturwandel der Neuzeit.

Stahl und Eisen. Feuer und Flammen über der Ruhr. Qualm und Koks in der Luft, Schweiß, Tabakrauch und der Schnaps nach der Schicht, Schlotbarone und geniale Ideen werden vereinigt, wenn die Geschichte der Zinkfabrik zum Anfassen und Erleben geschildert wird. Es ist geradezu ein Pulsschlag aus Stahl, der wie ein Schmiedehammer im gleichen Takt auf den Amboss saust. „Wenn Sie dann die Zinkfabrik Altenberg verlassen, am Pförtnerhaus vorbei, genau wie ein Arbeiter nach der Schicht, werden Sie eine Menge Eindrücke mitnehmen und viele Geschichten. Und Sie werden das Revier mit anderen Augen sehen“, versprechen die Museumsbetreiber – und sie halten Wort. Kinder können im LVR-Industriemuseum sogar das Schmieden lernen. Im Ruhrpott waren die Menschen schon immer ihres Glückes Schmied.

Zum Museum gehört auch der Museumsbahnsteig der 1996 auf einem stillgelegten Bahnsteig im Hauptbahnhof Oberhausen angelegt wurde. Zwischen markanten Kunstobjekten aus Holz, Glas und Stahl steht ein historischer Zug mit Schlackenpfannenwagen. An dieser Stelle wird die enge Verbindung zwischen Stadt, Museum und Stahlindustrie in Szene gesetzt. Dies übrigens auch in der Nacht, wenn 33.000 Leuchtdioden Zug und Gleis in ein faszinierendes Licht setzen. Der Museumsbahnsteig ist im Rahmen der Öffnungszeiten des Hauptbahnhofes frei zugänglich.


Video zum Standort

LVR-Industriemuseum
Hansastraße 18
46049 1

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