MünsterAasee

Der Aasee ist ein künstlich angelegter See am Rande der Innenstadt von ca 2,3 Kilometern Länge. Hier treffen sich regelmäßig Radfahrer, Inline-Skater und Spaziergänger, um auf idealem Untergrund das Gewässer zu umrunden. Freunde des Wassersports kommen ebenso auf ihre Kosten wie Familien, die picknicken oder Drachen steigen lassen. Von hier aus verkehrt auch das Solarschiff Solaaris zum Allwetterzoo und zum Mühlenhof-Freilichtmuseum. In strengen Wintern, wie im Januar 2006, wird der Aasee zum Tummelplatz für Schlittschuhfahrer, er friert nämlich vollständig zu.

Entspannung und Spannung gibt es rund um den Aasee und der renommierten Universität, an der sich schon Deutschlands WM-Keeper Jens Lehmann am Studium der heilen Welt und der Volkswirtschaft versuchte. Der Aaseepark gehört mit seinem herausragendem Klima zu den schönsten Anlagen Europa. Ein Abstecher in den Allwetterzoo lohnt sich. Durch Jens Lehmann animiert beschäftigt sich auch das Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster mit Fußball. Hier wurde beispielsweise schon errechnet, dass der Kampfgeist von Bundesliga-Fußballern nach Einführung der Drei-Punkte-Regel nicht wie ursprünglich erhofft gestiegen ist. Das Institut für Sportwissenschaft der Universität Münster untersuchte für seine Studie 13 406 Spiele der Ersten Bundesliga von 1963 bis 2007. In der Saison 1995/96 hatte die Bundesliga die FIFA-Vorgaben umgesetzt, wonach siegreiche Teams drei statt bisher zwei Tabellen-Punkte bekommen. „Ziel war es, ein offensiveres und attraktiveres Spiel zu fördern. Der Anreiz, ein Spiel für sich zu entscheiden, sollte höher sein als sich mit einem Unentschieden zu begnügen“, berichteten die Sportpsychologen Prof. Bernd Strauß, Norbert Hagemann und Florian Loffing. „Nun ist Fußball aber nicht nur Ökonomie, sondern auch Psychologie.“

Bernd Strauß und seine Co-Autoren ermittelten unter anderem, dass es vor der Einführung der Drei-Punkte-Regel einen Anteil unentschieden ausgegangener Partien von 25,89 Prozent gab. Nach Inkrafttreten der neuen Regel waren es 26,23 Prozent. Betrachte man zudem nur die torlosen Unentschieden - typischer Ausdruck einer defensiven Spielweise - ergebe sich kein anderes Bild. Auch hier sei kein relevanter Unterschied erkennbar: 6,37 Prozent torlose Begegnungen vorher im Vergleich zu 7,08 Prozent nach Einführung der Neuregelung.

Mit Zahlen anderer Art wurde Jens Lehmann bereits konfrontiert, als der spätere Torwart der deutschen Nationalmannschaft an der Universität Münster Volkswirtschaft studierte und dabei nicht nur die wunderbare Umgebung des Aasees genoss. „Gib mir mal 1,80 Mark“, sagte seine Freundin vor Lehmanns erstem Mensa-Besuch. „Ist das der Eintritt“, fragte Lehmann. „Nee, so viel kostet das Essen.“ Mit einem so preiswerten Mahl hatte der Keeper, der bei der WM 2006 als Elfmeter-Killer im Viertelfinale gegen Argentinien zu Ruhm gelangte, nicht gerechnet.


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Aasee
Bismarckallee 31
48151 1

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