Rolf Schafstall: der Abstiegskampf-Experte

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Experte im Abstiegskampf: Rolf Schafstall.
Experte im Abstiegskampf: Rolf Schafstall.

Mit Begriffen wie Feuerwehrmann mochte Rolf Schafstall zu Lebzeiten nur wenig anfangen. „Solche Vokabeln sind doch überstrapaziert“, sagte der am 30. Januar 2018 verstorbene ehemalige Fußball-Bundesliga-Trainer und winkte ab. Viel lieber bezeichnete er sich als einen „Mallocher, der das Nichtabsteigen eben von der Pike auf gelernt hat.“ Schafstall war stolz auf seine Karriereleistung. Große Titel konnte er zwar keine gewinnen, dafür aber mit den meisten seiner Vereine den Klassenerhalt schaffen. „Diese Arbeit war mein Leben. Ich habe es geliebt, immer wieder aufs Neue die letzten Reserven herauszukitzeln“, sagte er.

 Der MSV Duisburg, Fortuna Düsseldorf, Bayer Uerdingen, Schalke 04 und der VfL Bochum, den er gleich drei Mal betreute, waren die Erstliga-Stationen des 1937 in Duisburg-Hamborn geborenen Fußballers, der gewissermaßen der Geburtshelfer des Bundesliga-Gründungsmitglieds MSV Duisburg war.

 Weil Schafstall im Dress von Hamborn 07 1963 im entscheidenden Oberliga-Match den späteren Meidericher Nationalspieler Werner Krämer foulte, konnte der MSV den folgenden Freistoß in letzter Minute zum Siegtreffer nutzen. Die Duisburger erhielten prompt die Bundesliga-Lizenz, Schafstall scheiterte 1965 mit dem SSV Reutlingen in der Aufstiegsrunde an Bayern München und Borussia Mönchengladbach.

 „Historisch gesehen war es wohl ganz gut, dass es die Bayern und Gladbach packten, die haben später auch den besseren Fußball gespielt“, schmunzelte später der frühere Innenverteidiger, dessen Credo es war, nicht großartig zu kombinieren, sondern Fußball zu kämpfen.

 Dass diese Formel durchaus klappen kann, bewies Schafstall mehrfach. Duisburg führte er 1979 sogar bis ins UEFA-Cup-Halbfinale, viel wichtiger sei aber der geglückte Klassenverbleib im gleichen Jahr gewesen. Das glückte später vor allem in fünf Jahren „höchsten Kampfes“ beim VfL Bochum (1981 bis 1986).

 „Ständig wurden mir die besten Spieler weggekauft, aber ich habe mir einfach neue herangezogen“, sagte Schafstall, der es als größte Auszeichnung betrachtete, einmal von Bild-Zeitungs-Kolumnist Max Merkel in dessen Saisonprognose sechs Bälle für den Trainerjob bekommen zu haben. „Der Merkel ließ mich vorher jedes Jahr absteigen. Weil wir aber immer drin geblieben sind, gab er mir schließlich die höchste Benotung“, sagte der er lachend.

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Die Gewinnspielfrage für August 2018:

Rolf Schafstall und die Spieler den VfL Bochum schafften immer wieder den Klassenerhalt in der Bundesliga und konnten diese Erfolge entsprechend feiern. Wie wird die mit über 80 Lokalitäten umfassende Gastronomielandschaft im Herzen der Bochumer Innenstadt genannt, die weit über die Grenzen der Revierstadt bekannt ist?

Auflösung: Diese Gewinnspielrunde ist inzwischen beendet. Die richtige Antwort lautete "Bermuda-Dreieck".


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