Knut Reinhardt: Der Pauker aus der Bundesliga

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Mit den BVB-Fans hat Knut Reinhardt einige Erfolge feiern können (Archiv-Foto: Horstmüller)
Mit den BVB-Fans hat Knut Reinhardt einige Erfolge feiern können (Archiv-Foto: Horstmüller)

Während die meisten prominenten Profis nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn Trainer, Manager oder Fanbeauftragte werden, hat sich Knut Reinhardt nach einer Knieverletzung und sieben Operationen für einen völlig anderen Weg entschieden. Der frühere Champions-League-Sieger hat nach seiner Fußball-Karriere die Schulbank und arbeitet heute als Lehrer.

Anfangs wurde Knut Reinhardt noch belächelt. Dass sich ein Champions-League-Sieger und deutscher Fußballmeister plötzlich darum bemüht, Kindern das Abc und das kleine Einmaleins zu vermitteln, mochten die meisten seiner Bekannten und früheren Kollegen nicht nachvollziehen. "Du tickst doch nicht richtig", wurde ihm mehrfach verdeutlicht, als der ehemalige Nationalspieler vor einigen Jahren seine Karriere beendete und begann, in Dortmund auf Lehramt zu studieren. "Ich wollte das aber durchziehen und bin mit dieser Entscheidung glücklich", sagte Reinhardt einmal.

Das kann der frühere Profi auch sein, der mit Borussia Dortmund die größten Titel holte und zuvor mit Bayer Leverkusen den Uefa-Cup gewann. Im Dezember 2008 hatte er sein Examen als Grundschullehrer mit den Schwerpunkten Mathematik, Englisch und Sport bestanden und am 1. Februar 2009 trat er ganz offiziell in den Schuldienst ein. Während die meisten prominenten Profis nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn Trainer, Manager oder Fanbeauftragte werden, hat sich Reinhardt nach einer Knieverletzung und sieben Operationen für einen völlig anderen Weg entschieden. Leicht sei das nicht gewesen. "Wenn man berücksichtigt, welche Ansprüche und Qualitäten der Lehrerberuf hat, fühle ich mich mit dem bestandenen Examen so, als hätte ich die Champions League und alle anderen Titel noch einmal gewonnen", stellte Reinhardt bereits 2008 fest.

Pädagogische Aspekte hatten ihn schon als Fußballer interessiert, und Fächer wie Mathe, Deutsch und Kunst für Grundschüler zu büffeln, sei noch die einfachste Aufgabe gewesen. Wirklich hart ging es im Sport zur Sache. "Alles mit dem Ball war unproblematisch, aber ich musste auch Prüfungen im Judo, Inlineskating und Schwimmen absolvieren und sogar das Tanzen lernen", erzählte Reinhardt, der früher in 297 Bundesligaspielen eher als robuster Abwehrrecke aufgefallen war. Um seine Scheine zu machen, schwamm er morgens um sechs Uhr im Dortmunder Nordbad mit Rentnergruppen um die Wette. "Zudem bist du abhängig von Fachleitern, der Stress war für mich eine absolut grenzwertige Belastung", erläuterte Reinhardt, auf den damals daheim täglich die Familie mit vier Kindern wartete.

Mit dem Umstand, plötzlich nicht mehr auf der Fußballbühne von 80 000 Fans gefeiert zu werden, habe er keine Probleme gehabt. "Ich hätte auch den ganzen Tag Teleshopping und Bärbel am Mittag schauen können, aber ohne echtes Ziel wird dir doch der Boden unter den Füßen weggerissen", so der siebenmalige Nationalspieler. 

Seine eigenen vier schulpflichtigen Sprösslinge hatten ihm zunächst geholfen, sich auf die Sprache der Kinder einzustellen. Zudem bediente sich Reinhardt aus dem Fundus seiner Profizeit. Keiner seiner Schüler hatte ihn altersbedingt jemals im Stadion spielen sehen, wenn er sich aber im Sportunterricht das einst getauschte Trikot von Galatasaray Istanbul mit dem originalen Champions-League-Sticker überstreift, schauen alle ehrfurchtsvoll. "Die türkischen Kinder sind dann Feuer und Flamme", sagt er schmunzelnd. Reinhardt versucht zu vermitteln, dass man ebenso wie im Fußballteam auch im Klassenverbund gemeinsam die besten Ergebnisse erzielen kann und dass sich Leistung lohnt: "Kinder müssen Rituale und Regeln befolgen, damit sie im Leben zurechtkommen und nicht vor die Wand fahren. Der Erziehungsauftrag, den wir Lehrer haben, ist wichtig." Belächelt hat ihn schon lange niemand mehr.

Das Gewinnspiel der Deutschen Fußball Route

Gewinnen Sie mit der Deutschen Fußball Route. Wir verlosen Tickets für besondere Fußball-Momente. Wenn Sie uns die richtige Antwort der Gewinnspielfrage fristgemäß zusenden, nehmen Sie diesmal an der Verlosung für zwei Eintrittskarten für ein noch zu bestimmendes Spiel der Fußball-Bundesliga in Nordrhein-Westfalen teil. Zudem werden unter allen Einsendern der Gewinnspiele bis einschließlich April 2019 zwei Karten für das DFB-Pokal-Finale 2019 in Berlin verlost. Es gelten die Bestimmungen der Veranstalter.

Die Gewinnspielfrage für Oktober 2018:

Die großen Heimspiele mit dem BVB trug Knut Reinhardt im heutigen SIGNAL IDUNA PARK aus. Bereits seit 1928 spielt die Borussia an der Strobelallee. Wie heißt das dortige Stadion, in dem der BVB bis 1974 als Gastgeber viele legendäre Partien bestritt.

Tipp: Die Antwort finden Sie auf der Deutschen Fußball Route direkt auf dem DFR-Schild vor dem SIGNAL IDUNA PARK in Dortmund.

Teilnahme am Gewinnspiel:

Senden Sie die Antwort unter Angabe Ihrer Daten (Name, Vorname, Alter, Wohnort, Kontakt) bis einschließlich 31. Oktober 2018 (Einsendeschluss) mit dem nachfolgenden Formular.

Teilnahme ab 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es gelten die Bestimmungen der Veranstalter.

Teilnahmeformular

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