Hennes Weisweiler und der Kölner Dom

Gewinnen Sie mit der Deutschen Fußball Route.

Durch zähen Fleiß schaffte es Hennes Weisweiler, zu einem der besten Vereinstrainer der Welt aufzusteigen. (Archiv-Foto: Horstmüller)
Durch zähen Fleiß schaffte es Hennes Weisweiler, zu einem der besten Vereinstrainer der Welt aufzusteigen. (Archiv-Foto: Horstmüller)

Mit seiner Gesamtlänge von 144,58 m und seiner Höhe von 157,38 m ist der Kölner Dom, der 1998 sein 750- jähriges Jubiläum feierte, das imposanteste Bauwerk Kölns. Es gelangte als „Meisterwerk gotischer Architektur“ 1996 auf die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. 20.000 Menschen finden in ihm Platz, die Fensterflächen umfassen 10.000 Quadratmeter. Nach der langen Bauzeit, zwischen Grundsteinlegung 1248 und der vorläufigen Einstellung der Bautätigkeit im Jahre 1560, nach Weiterbau ab 1842 bis Fertigstellung gehört der Dom heute zu den meistbesuchten Kulturdenkmälern Deutschlands.

Für besonders prominente Kölner Bürger werden Trauerfeiern im Dom abgehalten, wenn das Medieninteresse die Möglichkeiten anderer Kirchen und Kapellen sprengt. Der Kölner Volksschauspieler Willi Millowitsch gehörte natürlich dazu. Noch ungewöhnlicher jedoch sind Gedenkgottesdienste wie der für den Meistertrainer Hennes Weisweiler im Sommer 1983. Seit Alt-Bundeskanzler Konrad Adenauer und Erzbischof Joseph Kardinal Höffner wurde bis dahin niemand mehr vor dem Dom aufgebahrt, um den trauernden Menschen Raum und Gelegenheit zu geben, Abschied zu nehmen. 6000 Trauergäste waren zum letzten Geleit von Hennes Weisweiler gekommen, darunter viele Persönlichkeiten aus Politik und Sport, allen voran „seine“ Kölner Spieler Hennes Löhr, Wolfgang Weber, Heinz Flohe und Wolfgang Overath.

Das war nun tatsächlich der Abschied des 63-jährigen Mannes, der gerade in Zürich angefangen hatte, mit seiner jungen Frau, seinem 22-monatigen Sohn und den Fußballern der Grashoppers ein neues Leben aufzubauen. Denn totgesagt war er bereits einmal. Zumindest stand es so Anfang der 60er Jahre in der damaligen „Neuen Rhein Zeitung“, nachdem er sich beim Aufstiegsspiel gegen Würselen eine schlimme Kopfverletzung zugezogen hatte. Doch bekanntlich leben Totgesagte länger. Lange genug jedenfalls, um sich einen Namen zu machen, der Hennes Weisweiler bereits zu Lebzeiten zur Legende werden ließ.

Unzählig die Geschichten mit ihm und um ihn herum. Lockere rheinische Lebensart war bei ihm kombiniert mit knüppelharter Disziplin und Erfolgsorientierung. Sein Spruch „Zeige mir einen zufriedenen Zweiten, und ich zeige dir einen ewigen Verlierer“ spricht Bände über seine Einstellung zum Profifußball. Mit ihm und durch ihn wurden im FC die „Spezialisten“ gefördert und zu den Besten im Fußball herangezogen. Denn von Allroundspielern hielt er nicht viel. Er meinte: „Ein Spieler, der alles ein bisschen kann, kann nichts richtig gut.“

Viele Erfolgsstationen

Durch zähen Fleiß schaffte er es, zu einem der besten Vereinstrainer der Welt aufzusteigen. Denn nicht nur den 1. FC Köln führte er an die Spitze; er formte auch die Fohlenelf in Mönchengladbach. Und er nahm die spanische Herausforderung an, die Stars in einer internationalen Elf von Barcelona mit dem damaligen Weltklassespieler Johan Cruyff zu integrieren. Später folgten dann Amerika und die Schweiz.

Der Erfolgsmensch Weisweiler hatte sich alles hart erarbeitet. Ohne seinen Ehrgeiz, seine Sturheit und seinen Fußballsachverstand („Das Mittelfeld ist dafür da, schnell überbrückt zu werden!“) hätte er seinen hohen Bekanntheitsgrad und seine Sympathien nicht gewinnen können. Der überaus vitale Hennes Weisweiler hatte noch zwei Wochen vor seinem Tod kirchlich geheiratet und eine Reise in seine alte Heimat am Rhein unternommen. Seine letzte Station auf der Stippvisite war der Kölner Dom, von dem er schwärmte. „Das ist der schönste Dom der Welt.“ Und genau dort schließt sich der Kreis.

Das Gewinnspiel der Deutschen Fußball Route

Gewinnen Sie mit der Deutschen Fußball-Route. Wir verlosen Tickets für besondere Fußball-Momente. Wenn Sie uns die richtige Antwort der Gewinnspielfrage fristgemäß zusenden, nehmen Sie diesmal an der Verlosung für zwei Eintrittskarten für ein noch zu bestimmendes Spiel der Fußball-Bundesliga in Nordrhein-Westfalen teil. Zudem werden unter allen Einsendern der Gewinnspiele bis einschließlich April 2019 zwei Karten für das DFB-Pokal-Finale 2019 in Berlin verlost. Es gelten die Bestimmungen der Veranstalter.

Die Gewinnspielfrage für Dezember 2018:

Hennes Weisweiler hat in Köln viele Spuren hinterlassen; nicht nur als Trainer, auch als Ausbilder: Ab welchem Jahr leitete er Lehrgänge an der Deutschen Sporthochschule Köln zur Ausbildung von Fußballlehrern?

Tipp: Die Antwort finden Sie auf der Deutschen Fußball-Route direkt auf dem DFR-Schild vor dem RheinEnergieSTADION in Köln.

Teilnahme am Gewinnspiel: Senden Sie die Antwort unter Angabe Ihrer Daten (Name, Vorname, Alter, Wohnort, Kontakt) bis einschließlich 31. Dezember 2018 (Einsendeschluss) mit dem nachfolgenden Formular.

Teilnahme ab 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es gelten die Bestimmungen der Veranstalter.

 

Teilnahmeformular

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