„Fiffi" und der „100.000-Mark-Sturm"

Gewinnen Sie mit der Deutschen Fußball Route.

Von 1950 bis 1958 ging "Fiffi" Gerritzen für den SC Preußen auf Torejagd. (Foto: Horstmüller)
Von 1950 bis 1958 ging "Fiffi" Gerritzen für den SC Preußen auf Torejagd. (Foto: Horstmüller)

Kompakte Abwehrreihen aushebeln? Tore aus dem Nichts erzielen? Eisenharten Verteidigern ein Schnippchen schlagen und in Windeseile davonrennen? „Fiffi“ Gerritzen beherrschte das alles wie zu seiner Zeit kein Zweiter. Deshalb wurde der Fußballer, der mit bürgerlichem Namen Felix hieß, auch „Fiffi“ gerufen. Felix, was dem Ursprung nach „der Glückliche“ bedeutet, war er nie. Stattdessen „Fiffi“ wie pfiffig. „Woher der Name genau stammt, weiß ich nicht mehr. Vielleicht, weil ich so trickreich und verspielt wie ein junger Hund war“, sagte Gerritzen mal. Von 1950 bis 1958 ging er für den SC Preußen auf Torejagd und wurde schon zu Lebzeiten zur Legende.

 Dabei stammt Gerritzen aus Oldenburg, wo ihn der Vater eigentlich zum Boxer machen wollte. Ein deftiger Schlag auf die Nase beendete dieses Unterfangen jedoch und als er als Soldat in den Zweiten Weltkrieg berufen wurde, hatte „Fiffi“ schon 116 Spiele in der Niedersachsen-Auswahl absolviert. Als 16-Jähriger debütierte das Talent in der ersten Mannschaft des VfB Oldenburg, dann ging es ab zu den Fallschirmspringern. Seine Übungssprünge sollten sich später auszahlen, denn nach dem Krieg machte „Fiffi“ den Fallrückzieher in Deutschland salonfähig. Diese Kunst hatte er sich in der Wochenschau aus Spielberichten über die italienischen und spanischen Ligen abgeschaut und dann im Münsteraner Sand bis zur Erschöpfung geübt. „Das Abrollen kannte ich ja schon von der Fallschirmtruppe“, erzählte er.

Der Wechsel nach Münster sollte der richtige Schritt sein. Nicht nur sein typischer Fallrückzieher begeisterte die Massen, gemeinsam mit seinem kongenialen Sturmpartner Alfred „Adi“ Preißler, der für zwei Jahre von Borussia Dortmund abgeworben wurde, galt „Fiffi“ auch als Erfinder des Doppelpasses. Damit war jede Abwehr zu knacken. Als „100.000-Mark-Sturm“ gingen Gerritzen, Preißler sowie ihre Kollegen Rudi Schulz, Jupp Lamers und Siegfried Rachuba in die Fußball-Historie ein.

Die Krönung blieb den wackeren Preußen allerdings versagt. Obwohl „Fiffi“ sein Team 1951 im Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0 in Führung (47. Minute) brachte und der Außenseiter das Match lange dominierte, gewannen die Pfälzer durch zwei Tore von Ottmar Walter mit 2:1. Der spätere 54-Weltmeister traf die Münsteraner in der 61. und 71. Minute mitten ins Herz.

1958 führten die Nachwirkungen einer Verletzung zur Sportinvalidität. Das hinderte den flinken „Fiffi“ freilich nicht daran, 1955 mit 21 Treffern bester Torschütze der legendären Oberliga West zu werden. Obwohl der SC Preußen abrutschte, bewegte sich dessen Idol auf seinem Leistungszenit. „Fiffi“ blieb ein Star der Oberliga und wollte gar nicht mehr aus Münster weg. Der Fußballer arbeitete nach der Beendigung seiner Karriere als Chefdekorateur und entdeckte eine weitere künstlerische Ader. Von seinen Tricks wird aber heute noch an den Stammtischen erzählt. Kein anderer war seitdem mehr so trickreich und pfiffig wie „Fiffi“.

Das Gewinnspiel der Deutschen Fußball Route

Gewinnen Sie mit der Deutschen Fußball-Route. Wir verlosen Tickets für besondere Fußball-Momente. Wenn Sie uns die richtige Antwort der Gewinnspielfrage fristgemäß zusenden, nehmen Sie diesmal an der Verlosung für zwei Eintrittskarten für ein noch zu bestimmendes Spiel der Fußball-Bundesliga in Nordrhein-Westfalen teil. Zudem werden unter allen Einsendern der Gewinnspiele bis einschließlich April 2019 zwei Karten für das DFB-Pokal-Finale 2019 in Berlin verlost. Es gelten die Bestimmungen der Veranstalter.

Die Gewinnspielfrage für Januar 2019:

„Fiffi“ Gerritzen prägte die Fußballgeschichte in Münster und wurde auch auf dem Prinzipalmarkt im Historischen Rathaus, einem fürwahr geschichtsträchtigen Ort, empfangen. Welches für Europa prägende Ereignis wurde im dortigen Friedenssaal anno 1648 perfekt gemacht?

Tipp: Die Antwort finden Sie auf der Deutschen Fußball-Route direkt auf dem DFR-Schild vor dem Stadion des SC Preußen in Münster.

Teilnahme am Gewinnspiel:

Senden Sie die Antwort unter Angabe Ihrer Daten (Name, Vorname, Alter, Wohnort, Kontakt) bis einschließlich 31. Januar 2019 (Einsendeschluss) mit dem nachfolgenden Formular.

Teilnahme ab 18 Jahre. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es gelten die Bestimmungen der Veranstalter.

 

Teilnahmeformular

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